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    Fallbeispiele
    Fremdkörper in der Nase:
Hund „Bobby“, männlich, 2 Jahre


Vorbericht:
Bobby hat seit ein paar Wochen einen bellendem Husten und Nasenausfluss, sein Appetit ist gut, er wirkt bloss etwas müde.

Untersuchung:
Temperatur 38.8°C (normal), Hustenreiz bei Palpation des Kehlgangs auslösbar. Alle sonst erfassten Werte liegen im Normalbereich.

Behandlung:
Bobby wird erst einmal mit Antibiotika therapiert.

Verlauf:
Unter Antibiotika sind die Symptome zwar zurück gegangen, aber nicht vollständig weg. Insbesondere der Nasenausfluss hat sich nach Absetzen des Antibiotikums wieder vermehrt. Der Husten ist durch Druck auf den Kehlgang immer noch leicht auslösbar.

Weiterführende Untersuchungen:
Für die weitere Abklärung des Falles sind Röntgenaufnahmen von Lunge, Kehlgang und Nase erforderlich. Die Röntgenbilder werden in Narkose erstellt. Die Bilder von Lunge und Kehlgang sind unauffällig. Jedoch die Bilder der Nase sind erstaunlich:



Auf dem Bild des Schädels erkennt man einen röntgendichten Fremdkörper, der vom Gaumen hinter den Schneidezähnen bis zum Siebbein reicht.

Operation:
Durch Eröffnen des Gaumens wird ein knapp 10cm langer Draht aus der Nase entfernt.





Schluss:
Die Besitzer von Bobby können sich noch erinnern, dass der Hund gerne an einem Adventskranz herumgekaut hat. Von dorther muss sich ein Haltedraht in die Nase von Bobby gebohrt haben. Bobby geht es inzwischen wieder gut.
 
     

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