Frühlingszeit-Zeckenzeit
Mit Einzug der wärmeren Jahreszeit erwachen auch
die Zecken wieder zu neuem Leben. Der Zeckenbefall lässt
sich bei Tieren, welche öfters draussen unterwegs sind,
kaum vermeiden. Ein Zeckenbiss kann bei seinem Wirt zu Juckreiz
oder einer lokalen Schwellung führen. Darüber hinaus
können aber auch gefährliche Krankheiten (z.B. Borreliose)
durch Zecken übertragen werden.
Alles Wissenswerte über den Lebenszyklus der Zecke,
wie Ihr Hund durch Zecken belästigt wird, welche Erkrankungen
durch die Zecke übertragen werden
und wie man sein Tier schützen kann, erfahren Sie in folgenden Link:
Frontline:
Zecken
Borreliose (Lyme Krankheit)
Durch Zecken verursachte Erkrankung beim Hund
Was ist eine Borreliose?
Die Borreliose
ist eine durch ein Bakterium (Borrelia burgdorferi) hervorgerufene Krankheit,
die zum ersten Mal bei Menschen aus der Stadt Lyme in USA diagnostiziert
wurde. Zecken übertragen die Bakterien während einer Blutmahlzeit von
einem Wirt auf den anderen. Eine Übertragung von Tier auf Mensch ist
nicht möglich. Ueber den Blutkreislauf gelangen die Bakterien in die
Haut, in die Gelenke und ins Nervensystem.
Welches sind die Symptome einer Borreliose?
Menschen, die von einer infizierten Zecke gebissen wurden, zeigen nach
3-30 Tage eine lokale Hautrötung an der Zeckenbissstelle. Wegen der Behaarung
der Tiere sind die lokalen Hautveränderungen meist nicht erkennbar und
es ist auch nicht klar, ob diese Hautreaktion beim Hund öfters vorkommt.
Die Symptome der Borreliose sind unspezifisch und können auch bei
anderen Krankheiten auftreten:
– Fressunlust
– Steifer Gang, Gelenkschmerzen
– Lahmheit
– Herz- Magen- und Darmerkrankungen
Wie wird eine Borreliose diagnostiziert?
Mit Labortests können Antikörper (Ak) gegen Borrelien nachgewiesen
werden. Die Antikörper-Bestimmung ist aber kein Beweis für eine
Borreliose, da einerseits nicht alle infizierten Hunde genügend Ak
entwickeln und anderseits sehr viele Hunde Ak aufweisen ohne klinisch relevante
Symptome zu zeigen. Eine teurere und daher weniger praxistaugliche Methode
ist der PCR-Nachweis, in welchem Genmaterial der Borrelien im Blut nachgewiesen
wird.
Ist die Borreliose behandelbar?
Da es sich um eine bakterielle Infektion handelt, kann sie mit entsprechenden
Antibiotika behandelt werden. Oft verschwinden die Symptome kurz nach Therapiebeginn.
Möglicherweise gelangen aber nicht alle Antibiotika an die Stellen,
wo sich die Borrelien aufhalten (z.B. Gelenk oder Nervensystem) oder das
Immunsystem des Hundes ist nicht stark genug, so dass es sinnvoll ist, die
Therapie über
mehrere Wochen beizubehalten.
Wie kann man seinen Hund schützen?
Wichtig ist, dass alles unternommen wird, dass Mensch und Tier gar nicht
erst von einer Zecke gebissen werden.
Es ist daher sinnvoll, nach jedem Spaziergang sich und den Hund auf Zecken
abzusuchen.
Es dauert 24-48 Stunden, bis es zu einer Uebertragung der Borrelien von
der Zecke auf das Wirtstier kommt. Zecken sollten daher so schnell als
möglich
entfernt werden. Frei im Fell krabbelnde Zecken haben noch kein Blut gesaugt
und können
ohne Probleme abgelesen werden. Festgesogene Zecken müssen mit den
Fingern oder einer Zange sachte und ohne Druch unter leichtem Drehen entfernt
werden.
Spot-on Präparate, die man dem Hund im Schulterbereich auf die Haut
tröpfelt
und spezielle Halsbänder töten die Zecken ab, bevor es zum Blutsaugakt
kommen kann.
Die Borreliose-Impfung
Seit einiger Zeit gibt es eine Imfpung gegen die Borreliose. Zu Beginn
muss sie zweimal im Abstand von 2-4 Wochen verabreicht werden. Eine jährliche
Wiederholung ist für einen genügend guten Imfpschutz unerlässlich.
Die Impfung ist geeignet für Junghunde, welche noch kaum Kontakt mit
Zecken hatten und das Immunsystem noch nicht mit von Zecken übertragenen
Krankheiten belastet ist.
(Info Labor Laupeneck 2002)
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