Häufige Fragen über Meerschweinchen und Kaninchen
Meerschweinchen und Zwergkaninchen gehören zu den häufigsten Nagern, die uns in der Tierarztpraxis vorgestellt werden. Hier haben wir für Sie die häufigsten Fragen, die uns gestellt werden, zusammengefasst:
Wann soll man Meerschweinchen bzw. Kaninchen kastrieren?
Grundsätzlich kastriert man nur die männlichen Tiere; der Grund dafür ist die viel einfachere Operation. Wir empfehlen, die Tiere vor ihrer Geschlechtsreife zu kastrieren. Der Vorteil dabei ist, dass die Tiere nie aus ihrer Gruppe isoliert werden müssen und deutlich weniger aggressiv sind. Werden die Tiere erst nach der Geschlechtsreife kastriert, muss man die kastrierten Männchen mindestens drei Wochen von den Weibchen trennen.
Frühkastration |
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Meerschweinchen |
Kaninchen |
4-5 Wochen |
6-8 Wochen |
Warum haben Meerscheinchen und Kaninchen so häufig Zahnprobleme? Nagerzähne wachsen zeitlebens. Damit die Zähne nicht übermässig wachsen, brauchen die oberen Zähne die unteren Zähne als Abriebfläche. Werden die Zähne als Folge falscher Ernährung oder aus züchterischen Gründen zuwenig abgenützt, führt dies zu unregelmässigen Zahnflächen, daraus entstehen Spitzenbildung oder im schlimmsten Fall Brückenbildung. - Genügt hartes Brot, um die Zähne abzunützen? Nicht die harte Nahrung, sondern die Reibung während der Kaubewegungen führt zur Abnützung der Zähne. Nagetiere sind darauf angewiesen, immer etwas zum Nagen zu haben. Gibt man den Tieren zuviel Getreide, nagen sie weniger. Brot ist also nicht ideal. Wir empfehlen Buchen- rottannen- und Obstbaumzweige, sowie gutes Heu den Tieren jederzeit zur Verfügung zu stellen.
Kann man Meerschweinchen und Kaninchen das ganze Jahr draussen halten?
Zur argerechten Haltung beider Nager gehört ein grosses, abwechslungsreich gestaltetes Gehege, indem die Tiere in grösseren Sozialverbänden zusammen leben können. Wenn die Tiere Gelegenheit haben, sich langsam an den Freilandauslauf zu gewöhnen, vertragen sie auch winterliche Temperaturen ohne Probleme. Wichtig ist aber, dass man den Tieren ein gut isolierter und mit Stroh eingestreuter Unterschlupf zur Verfügung stellt, der die Tiere vor Kälte, Nässe und Zugluft schützt.
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