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Ratgeber Flöhe  
Sommerzeit- Flohzeit
Der warme Sommer hat es in sich. Er bietet die idealen Verhältnisse für Flöhe, sehr zum Leidwesen unserer Hunde und Katzen. Doch wie sehen Flöhe aus? Flöhe sind kleine, 1-8mm lange, flügellose Insekten mit seitlich abgeflachtem und meist braun gefärbtem Körper. Es gibt in unseren Breitengraden v.a. zwei Floharten, welche auf unseren Haustieren zu finden sind: Der Hundefloh und der Katzenfloh. Dabei sind sie nicht sehr wählerisch, so dass man auf einem Hund genauso Katzenflöhe findet wie umgekehrt. Das ist auch der Grund, weshalb bei der Behandlung eines Flohbefalles immer alle Haustiere miteinbezogen werden müssen.

Wie und wo kann ein Tier Flöhe auflesen?
Flöhe leben nicht ständig auf unseren Haustieren. Sie halten sich eigentlich nur zur Nahrungsaufnahme, d.h. zum Blutsaugen, im Haarkleid auf. Ein Flohweibchen legt nach der Begattung bis zu mehrere Hundert Eier. Sie sind durchsichtig-weiss und von blossem Auge gut sichtbar. Die Eier werden entweder ins Haarkleid abgelegt, von wo sie da abfallen, oder in Fussbodenritzen, Lagerstätten usw. Je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit schlüpfen nach 4-12 Tagen die Larven aus. Diese leben von organischen Abfällen verschiedener Art, vor allem aber vom Kot der ausgewachsenen Flöhe. Nach 3 Larvenstadien entwickelt sich aus der Larve eine Puppe, welche je nach Umweltbedingungen über mehrere Monate in diesem Ruhestadium ausharren kann. Bei optimalen Bedingungen beträgt die kürzeste Entwicklungszeit ca 2 Wochen.

Die Flohentwicklung erfolgt vorwiegend im Tierlager, aber auch im Fell des Tieres selbst. Bei leichtem Flohbefall ist der Floh oft recht schwierig nachzuweisen. Häufiger dagegen findet man im Haarkleid Flohkot in Form einiger Millimeter langer, dünner schwarzer „Würmchen“, welche sich auf einem feuchten, weissen Haushaltspapier bei Verstreichen rötlich-braun verfärben (unverdautes Blut).

Sind Flöhe für mein Tier schädlich?
Der Flohstich kann zu lokalen Hautreaktionen und Juckreiz führen. Ein Massenbefall führt zu Ekzemen, Abmagerung und sogar zur Blutarmut. Es gibt auch Tiere, welche bei einem Flohbefall mit einer allergischen Hautreaktion reagieren. Bei solchen Tieren genügt bereits ein Floh, um massiven Juckreiz mit einer entsprechenden Hautentzündung hervorzurufen.
Flöhe können Zwischenwirte von Bandwürmern sein, so dass der Hund/die Katze durch Zerbeissen des Flohs die Bandwurmeier aufnehmen kann. Man sollte deshalb mit jeder Flohbehandlung gleichzeitig das Tier entwurmen.


Wie schütze ich mein Tier vor Flöhen?
Es gibt sehr viele Mittel gegen Flöhe auf dem Markt. Naturprodukte wie Zitronenöl, Teebaumöl (Vorsicht bei der Katze!), Knoblauch etc. nützen nur bedingt und nur, wenn der Flohdruck nicht sehr gross ist. Wichtig ist bei allen Behandlungen den Einbezug der Umgebung.

Es gilt daher:
Liegeplätze pflegeleicht gestalten
Regelmässige Flohkontolle mittels Flohkamm
Vorbeugend das Tier schützen mit sog. Pour-on-Mitteln, welche einen Schutz für 1 Monat gewährleisten

Gehen die Flöhe auch an uns Menschen?
Der Menschenfloh ist auch auf unseren Haustieren gefunden worden. In der Regel sind es aber Hunde- und Katzenfloh, die sich gerne auch mal an einen Zweibeiner wagen. Typisch sind punktförmige Rötungen, verbunden mit Juckreiz, an den Unterschenkel.
Spätestens dann sollten Sie Ihren Vierbeiner auf Flöhe untersuchen.
 
     

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