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Ratgeber |
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Zwingerhusten –
Wenn’s einer hat, haben’s bald alle!
Allgemeines
Alljährlich im Spätsommer und Herbst tritt in unserer
Hundepopulation eine infektiöse Erkrankung des Kehlkopfes,
der Luftröhre und der Bronchien auf. Der Begriff „Zwingerhusten“
entstand, da häufig diejenigen Hunde erkranken, welche
mit anderen Hunden in Kontakt kommen, wie z.B. im Hundeheim
oder auf dem Hundeplatz. Eigentlich ist er aber unrichtig, denn
jeder Hund kann mit dem Husten infiziert werden. Die Krankheit
entsteht meistens unter Einwirkung unterschiedlicher Erreger,
in erster Linie Viren, die Wegbereiter für Bakterien sind.
Bestimmte Umwelteinflüsse wie Temperaturstürze, hohe
Luftfeuchtigkeit, Umgebungswechsel und Stress begünstigen
eine Erkrankung. Als Haupterreger des Zwingerhustens gilt das
Parainfluenza-Virus, häufig wird die virale Erkrankung
durch die hinzukommende bakterielle Infektion, v.a. durch das
Bakterium Bordetella bronchiseptica, verschlimmert.
Symptome
Im Anfangsstadium zeigen die
Hunde einen trockenen, heftigen Husten, der oft mit Brechreiz
und Würgen von Schleim endet.
Oft haben die Hunde Fieber, sind matt, zeigen weniger Leistungsbereitschaft.
Als Komplikation kann es in seltenen Fällen zu einer Bronchitis
oder sogar zu einer Bronchopneumonie kommen.
Impfung gegen Zwingerhusten
Das Parainfluenza-Virus ist
in den meisten „Kombi-Impfungen“
enthalten. Es sollte jährlich aufgefrischt werden, da der
Impfstoff das Tier nicht lebenslang schützt. Auch gegen
die Bordetellen-Infektion gibt es seit neuerer Zeit eine Impfung,
welche direkt in die Nase (ohne Injektionsnadel) eingebracht
wird, so dass sehr rasch (bereits nach 72 Stunden) und effizient
ein Schutz am Eintrittsort des Erregers gebildet werden kann.
Wir empfehlen diese Impfung besonders für Hunde vor einem
Tierheimaufenthalt, einer Ausstellung, für Arbeits- und
Sporthunde und andere Hunde, welche oft in Kontakt mit anderen
Hunden kommen. |
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